Hier erklären wir Ihnen wichtige Fachbegriffe aus dem Bereich der Hygiene. Die Begriffe finden Sie unter dem jeweiliegen Anfangsbuchstaben alphabetisch sortiert.
Säurederivate, organische:
Unter Säurederivaten versteht man Substanzen, die sich chemisch einfach von Säuren ableiten lassen. Bei den Säuren unterscheidet man zwischen anorganischen (z.B. Schwefelsäure und Phosphorsäure) und organischen Säuren (Säuren auf Kohlenstoffbasis, die das Strukturelement -COOH besitzen, z.B. Essigsäure). Organische Säurederivate lassen sich demzufolge leicht von organischen Säuren ableiten. Z.B. können Carbonsäureester als Derivate organischer Säuren bezeichnet werden.
Säuren:
Stoffe, die in wässrigen Lösungen den pH-Wert des Wassers erniedrigen.
Schlußdesinfektion:
Nach Überstehen einer ansteckenden Krankheit bzw. nach Wohnungswechsel des Erkrankten gemäß Bundesseuchengesetz durchzuführende Scheuer-, Raum-, Luft- und / oder Instrumentendesinfektion.
Schmutzlösevermögen:
Diese Eigenschaft von Reinigungsmitteln (meist bei Allzweckreinigern) garantiert eine wirksame Beseitigung starker Verschmutzungen.
Schmutztragevermögen:
Ein hohes Schmutztragevermögen ist eine der Anforderungen, die an ein Desinfektionsmittel gestellt werden. Es verhindert eine Einwirkung von Schmutzpartikeln.
Schnelldesinfektion:
Desinfektionsmaßnahme, bei der eine schnelle Abtötung bzw. Inaktivierung von Mikroorganismen erfolgt. Desinfektionsmittel zur Schnelldesinfektion sind meist auf Alkoholbasis aufgebaut, wobei diese nur auf sauberen Flächen angewendet werden sollten.
SDS:
Sodiumdodecylsulfat (Natriumlaurylsulfat, anionisches Detergenz).
Silikate:
Salze der Kieselsäure; sie werden in Reinigern häufig als Korrosionsinhibitoren und Alkaliträger eingesetzt; ein Überschuss von Silikaten muss nach der Reinigung vom Spülgut beseitigt werden, sonst können sich glasurähnliche Beläge auf den Instrumenten bilden.
Sporen:
Sporizid:
Die Eigenschaft Sporen (bakterielle und pilzliche) abzutöten.
Sprühdesinfektionen:
Sprühdesinfektionen eignen sich zur schnellen und sicheren Desinfektion von Flächen und Inventar, wobei beachtet werden muss, dass die zu desinfizierenden Flächen während der Einwirkzeit voll benetzt werden.
Staphylokokken:
Grampositive Bakterien, z.B. Staphylococcus aureus (Eitererreger mit thermostabilen Toxinen). Staphylokokken kommen überall vor (Haut, Haare, Tiere etc.). Die krankheitserregenden Arten dieser Gattung (z.B. Staphylococcus aureus) werden vor allem durch ungenügende Körperhygiene, Wundinfekte, Husten und Niesen übertragen. Dadurch können Lebensmittel bei der Zubereitung kontaminiert werden. Die Toxine von Staphylococcus aureus führen bei einer Infektion zu Übelkeit, Erbrechen und heftigen Durchfällen (Lebensmittelintoxikation).
Steckbecken:
Gerät zum Auffangen von Stuhl und Urin von bettlägerigen Patienten. Sie sind nach jedem Gebrauch zu desinfizieren.
Steril:
Bedeutet „frei von vermehrungsfähigen Organismen und ihren Sporen”.
Sterilisation:
Abtöten oder Inaktivieren aller Mikroorganismen auf Oberflächen, in Flüssigkeiten oder Gasen mit dem Ziel, deren Weiterverbreitung zu verhindern. Sterilisation wird mit Hitze durchgeführt. Man unterscheidet zwischen der Dampfsterilisation, der Heißluftsterilisation und der Gassterilisation. Die Dampfsterilisation ist das Verfahren der Wahl und wird für thermostabile Güter verwendet. Für den Gebrauch im Krankenhausbereich haben sich hierbei Temperaturen von 121°C und 134°C bewährt. Die Sterilisierzeit variiert je nach der Temperatur und der Art der Verpackung. Die eigentliche Sterilisationsphase setzt sich zusammen aus der Ausgleichszeit, der Abtötungszeit und dem Sicherheitszuschlag. Bei der Heißluftsterilisation chirurgischer Instrumente darf die Solltemperatur von 180°C aus Gründen der Sterilisiersicherheit nicht unterschritten werden. Bei der Gassterilisation, die für thermolabile Medizinprodukte eingesetzt wird, unterscheidet man zwischen der Ethylenoxid- und der Formaldehyd-Sterilisation. Bei der Ethylenoxid-Sterilisation liegt der Temperaturbereich zwischen 37°C und 60°C. Bei der Formaldehyd-Sterilisation ist der optimale Temperaturbereich zwischen 60°C und 70°C bei einer üblichen Expositionszeit von 1 Stunde.
Zurück zum Anfang der Seite
Für den Inhalt übernimmt Merz Hygiene keine Haftung.
29. Mai 2013, 10:27 Uhr
produced by GPM mbH
URL: http://www.merz-hygiene.de/de/service/extras/glossar/s/s.jsp
Stand: 20-Jun-2013, 06:33 AM
© 2013 Merz Hygiene. Alle Rechte vorbehalten.